mg+ ist mehr als Städtebau: mg4.0 erfinden

Wachsende Stadt - „Wachstum in Qualität“

Es ist eine spannende Zeit für die Stadt Mönchengladbach. Baudezernent Gregor Bonin hat mit der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt, welche auf dem Masterplan MG3.0 aufbaut, bereits viel in der Stadt in Bewegung gesetzt. Das Museum Abteiberg soll sichtbarer an die Stadt angebunden werden, die Stadt scheint endlich vom hässlichen Haus Westland befreit zu werden und auf dem Gelände hinter dem Hauptbahnhof soll die City-Ost entstehen. Bonin hat erkannt, dass bei dem aktuellen Niedrigzins Investoren schon fast verzweifelt nach Möglichkeiten für Investitionen suchen. Dieses Geld will er in die Stadt holen.

mg 4.0 ein moderner und innovativer Standort für die digitalisierte Wissensgesellschaft!

Die Dynamik ist in der Stadt mittlerweile spürbar. Das Konzept mg+ geht jedoch über die städtebaulichen Maßnahmen, die jetzt in der Diskussion stehen, hinaus (siehe Ratsbeschluss, Dokument unten). Das im Rat beschlossene Konzept will die Stadt auch fit machen für den sich beschleunigenden  Strukturwandel hin zur nachindustriellen Wissensgesellschaft, die immer stärker durch die Digitalisierung und neue Arten der Beschäftigung gerade im Dienstleistungssektor geprägt ist. Um an diesem Strukturwandel teilzuhaben und nicht den Anschluss zu verlieren, braucht die Stadt Zuzug eines  „informationsfreundlichen Milieus“ (in unserem Konzept wird dieses Milieu „Kreative Klasse genannt, nach der Theorie des US-Ökonom Richard Florida).

Wir von flux MG sind der Überzeugung, dass mg+ damit in die richtige Richtung zeigt. Die Frage, wie will sich die Stadt jenseits der städtebaulichen Maßnahmen entwickeln, wird aus unserer Sicht die entscheidende Frage für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt sein. Im Kern geht es um die Frage: Wie schaffen wir durch eine Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität eine Zukunft für den Standort Mönchengladbach in der digitalisierten Wissensgesellschaft?

Mönchengladbach 4.0 – Lebensqualität und neue Beschäftigung

Wir denken, dass man die Dynamik des Konzepts mg+ und den Aufbruch in der Stadt nutzen sollte, um zusammen weiter zu denken: Wie könnte Mönchengladbach als „moderne und innovative Stadt“ aussehen? Der Ratsbeschluss spricht von „Mönchengladbach 4.0“. (siehe Dokument unten)

Wie könnte man Mönchengladbach 4.0 zum Leben erwecken, unsere Gedanken dazu, haben wir in diesem Konzept mal aufgeschrieben.

Kern unserer Überlegungen: Schon seit einigen Jahren wird in der Wirtschaftstheorie diskutiert, welche Faktoren einen Standort aufblühen lassen. Dabei rückt immer mehr die Erkenntnis in den Fokus, dass Menschen nicht nur wegen „der Arbeit“ an einem Ort bleiben oder dorthin ziehen. Umfeld und Lebensqualität spielen eine zunehmende Rolle – gerade bei den Millennials (1980 bis 1999 geboren). Entsprechend muss man dieses Umfeld auch mit entwickeln. Wirtschaftsförderung im Sinne von Produktionsinfrastruktur (Gewerbegebiete ausschreiben und Unternehmen anwerben) ist nur ein Teil der Gleichung.

Beschäftigung und Ideen durch die Triple Helix entwickeln

Wir denken, dass ein weiterer wichtiger Ansatz die Verbindung von verschiedenen Akteuren wie Unternehmen, Hochschule, Kommune und Kreativszene ist, um einen Transfer von wissens- und technikbasierten Innovationen in Neugründungen von Unternehmen zu fördern und so neue Beschäftigung zu schaffen. Der Ansatz wird Triple Helix genannt und zeigt in einigen Regionen Deutschlands schon erste Erfolge – auch an anderen Orten der Welt bspw. in den Niederlanden. Wie kann Mönchengladbach einen solchen Ort des Austausches schaffen?

Zeit für Ideen – beteiligt euch an der Diskussion!

Wie kommen wir vom Konzept mg+ zu einer innovativen und modernen Stadt? Es gibt bestimmt einen Haufen Idee dazu, ein paar davon haben wir aufgeschrieben, weil wir denken, dass die Stadt jetzt gute Ideen braucht, um die Zukunft unserer Stadt zu gestalten und Mönchengladbach neu zu erfinden… im Sinne Albert Einsteins: „Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie.“  Wir wollen damit auch einen Prozess der Co-Creation anstoßen, der Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigt die Stadt mitzugestalten. Wir von flux MG denken, dass die Zeit für Ideen – auch wenn sie absurd klingen – noch nie so gut war. Lasst es uns zusammen anpacken!

Unsere Überlegungen zur innovativen und modernen Stadt MG … (siehe Konzept)

mg plus 2_0

Unser Konzept mg+ 2.0 als Download.

Beratungsvorlage

Die Beratungsvorlage für den Rat als Download.

Über Mark Nierwetberg 9 Artikel
Mark wohnt seit 2010 in Mönchengladbach. Er ist in der Nähe von Mönchengladbach groß geworden und hier zur Schule gegangen. Nach 10 Jahren in anderen Städten hat es ihn wieder in die Vitusstadt geweht.

5 Kommentare

  1. MG 4.0 ist ein sehr interessanter, interdisziplinärer Ansatz zur Modernisierung von Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Das „4.0 Zeitalter“, seit „Industrie 4.0“ auf der CeBIT 2013 in aller Munde, gefolgt von der „Verwaltung 4.0“ und weiteren, evolutionär entwickelten Bereichen und Branchen, die sich die „4.0 Metapher“ in Zeiten stürmischer Digitalisierung zu eigen gemacht haben, zeigt die Zielrichtung dahin zu Recht auf.

    Unter der Website: http://www.ivmhoch2.de ist zu den „4.0 Themen“ für die Öffentliche Verwaltung, die Kommunen (4.0) pp. eine Menge an Content zur gesamtkonzeptionellen Modernisierung des Standortes Deutschland (4.0), MG 4.0 …
    zu finden. Die Forderung dazu lautet: Wir brauchen die MENTALE Transformation“ im Digitalen Zeitalter!

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