Die DNA innovativer Orte – Beispiel Kopenhagen

Auf seinen Innovation Roadtrips hat Klaus Weinmaier sich verschiedene Städte angeschaut und versucht, die DNA der Innovation zu ergründen. Also was lässt Innovationen an einem Ort entstehen und an anderen nicht. Wie auch Jan Schnettler von der Rheinischen Post ist auch Weinmaier auf Kopenhagen gestoßen. Kopenhagen steht auf dem Innovation Cities Index 2014 auf Platz neun von 445 Städten.

Bedürfnisse der Radfahrer konsequent ernst genommen

Kopenhagen hat sich ambitionierte Ziele gesetzt und Voraussetzungen für deren Umsetzung geschaffen. Die Lebensqualität, das Wachstum und die Nachhaltigkeit sollen gesteigert werden. Hoher Anspruch, der nach einer konsequenten Umsetzung verlangt, bspw. bei den Themen Nachhaltigkeit und Steigerung der Lebensqualität: Um die fahrradfreundlichste Stadt der Welt zu werden hat Kopenhagen die Bedürfnisse der Radfahrer in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt. So entstanden einfache Methoden wie Verbreiterungen von Radwegen, Grüne Welle für Fahrradfahrer, einer Bevorzugung der Radfahrer an Ampeln oder die Möglichkeit sein Fahrrad im Taxi mitzunehmen umgesetzt. Aber auch echte Innovationen wurden umgesetzt: Kleine LED Lichter am Straßenrand zeigen dem Radfahrer, ob er schneller oder langsamer fahren muss, um die nächste Ampel bei Grün zu erreichen. Der Fahrradfahrer in Kopenhagen gewinnt den Eindruck, dass die Stadt in liebt und er das favorisierte Fortbewegungsmittel benutzt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Fahrrad mit 36 Prozent das meistgenutzte Transportmittel auf dem Weg zur Arbeit oder Ausbildung ist.

Wissen muss fließen können – Austausch zwischen Akteuren ist wichtig

Eine Universität, die viel Platz und Unterstützung für innovative Start-Ups bietet, eine nachhaltige und kreative Stadtgestaltung, eine Verwaltung, die Hilfe und Vernetzung anbietet, das sind die Zutaten, die Kopenhagen zu einem der attraktivsten Orte für kreative Köpfe macht. Auf Grund der guten Verzahnung von verschiedenen Gruppen und Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft entsteht ein Umfeld in dem Austausch erleichter wird. Denn: Innovationen werden aus Wissen gemacht, und dazu muss Wissen fließen.

Der Standort Kopenhagen profitiert davon: große Firmen wie IBM oder Ikea siedeln ihre Entwicklungslabore in Kopenhagen oder Umgebung an.

Weitere Informationen:

  • Das Strategiepapier der Stadt Kopenhagen zur Fahrradstadt. (PDF, 6,9 MB)
  • Der Blogeintrag vom Innovation Roadtrips zum Thema Kopenhagen als Fahrradstadt.

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